Hundemalaria in Deutschland

Dass die einheimischen Zecken eine Reihe von Krankheiten wie Borreliose, Ehrlichiose und Anaplasmose übertragen ist mittlerweile vielen bekannt. Eine in letzten Jahren verstärkt eingewanderte Zeckenart – die Auwaldzecke, mit wissenschaftlichem Namen Dermacentor reticulatus, überträgt eine neue Krankheit namens Babesiose, auch Hundemalaria genannt. Die Hundemalaria breitet sich vor allem bei uns im Rheingrabengebiet und Unterlauf des Mains stark aus. Der Erreger, Babesia canis, ist ein einzelliger Parasit der zu Blutzellzerstörung führt und dadurch Nierenversagen, neurologische Symptome und Multiorganversagen mit oft tödlichem Ausgang auslöst.

Eine Behandlung ist zwar möglich aber kommt oft zu spät. Ein Impfstoff zur Vorbeugung ist in Deutschland derzeit nicht zugelassen.

Die Auwaldzecke hat im Unterschied zum deutlich häufiger anzutreffenden Holzbock (Ixodes ricinus) ein marmoriertes Rückenschild. Sie ist schon bei kühlen Temperaturen ( ab 4-8°C) aktiv und kommt vorwiegend in Auwäldern und Feuchtwiesen vor.

Während beim Holzbock nur weibliche Tiere Krankheiten übertragen die dafür mehrere Stunden Saugzeit benötigen, geht dies bei der Malaria durch die männlichen Auwaldzecke, aufgrund einer anderen Biologie, unter Umständen in sehr kurzer Zeit. Daher müssen hier zur Vorbeugung vor der Hundmalaria viel stärkere Mittel zum Einsatz kommen, die nicht nur zeckenabtötend sondern auch zeckenabwehrenden ( repellierend) sind. Dadurch soll die Zecke möglichst den Hund ohne zu Beißen sofort wieder verlassen und, wenn sie doch zugebissen hat, möglichst schnell sterben. Bei der Präparatewahl muss aber beachtet werden, dass diese speziellen zeckenabwehrenden Präparate für Katzen sehr giftig sind und bei dieser Tierart häufig zu Todesfällen führen.. Daher dürfen sie auf keinen Fall bei Katzen angewendet werden und ihre Anwendung bei Hunden sollte in Haushalten, in denen auch Katzen leben, gut abgewogen werden – besprechen Sie dies unbedingt mit Ihrer Tierärztin / Tierarzt.

In Regionen, in denen die Auwaldzecke noch nicht vorkommt, können zur Vorbeugung vor Infektionen durch den Holzbock Präparate eingesetzt werden, die nur zeckenabtötend sind. In diesem Bereich gibt es sehr gut wirksame und trotzdem auch für andere Tierarten und den Menschen verträglichere Medikamente.

Grundsätzlich ist es ratsam, den Hund nach jedem Spaziergang nach Zecken abzusuchen und Zecken sofort zu entfernen und Wiesen und Wälder, in denen die Auwaldzecke vorkommen, zu meiden.

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