Sommerurlaub in Südeuropa -Krankheitsrisiko für Ihren Hund

Der Sommerurlaub will gut und rechtzeitig geplant sein. Falls die Reise nach Südeuropa geht und Ihr Hund Sie begleiten darf, sollten mittel- und kurzfristig Vorkehrungen getroffen werden, um das Infektionsrisiko von in Südeuropa weit verbreiteten Krankheiten zu minimieren.

Bei einer dieser Krankheiten, der Leishmaniose hat sich die Situation in den letzten 25 Jahren drastisch verschlechtert. In Südeuropa sind inzwischen 2,5 Millionen Hunde mit Leishmaniose infiziert. Der Erreger, Leishmania infantum, wird durch Sandmücken übertragen.

Erkrankte Hunde können unterschiedliche Symptome zeigen wie Fieber, Gewichtsverlust, schütteres Haarkleid, Haut- und Krallenveränderungen, Veränderungen des Blutbilds, Gelenkentzündungen und Nierenversagen, das zum Tod führen kann. Eine vollständige Heilung ist nicht möglich. Da die Krankheit nicht heilbar ist, ist die Vorbeugung besonders wichtig:

Um eine Infektion bei ihrem Hund zu vermeiden, sollten Sandmückenbiotope, (feuchter Boden im Hinterland) vermieden werden. Da die Mücken nachts aktiv sind, sollte sich der Hund nachts nicht im Freien aufhalten.

Die Anwendung repellierender, das heißt Mücken vertreibende, und tötende Medikamente können Mückenstiche verhindern.

Seit kurzem gibt es auch eine Impfung, die das Risiko einer Leishmaniose Erkrankung minimiert. Für diese Impfung sollte der Hund noch keinen Erregerkontakt gehabt haben. Das bedeutet, bei Hunden ,die sich bereits in Risikogebieten aufgehalten haben, muss mittels Blutentnahme getestet werden, ob eine Impfung möglich ist. Um für den Sommerurlaub einen Impfschutz aufzubauen, wird im ersten Jahr eine Grundimmunisierung durchgeführt werden. Dazu sind 3 Injektionen im Abstand von 3 Wochen erforderlich. 4 Wochen nach der letzten Injektion ist der Impfschutz aufgebaut. Das bedeutet, man sollte sich mindestens 3 bis 4 Monate vor Reiseantritt mit seinem Tierarzt in Verbindung setzen, damit ggf. der Test durchgeführt werden kann, der Impfstoff rechtzeitig bestellt wird und um die Impftermine festzulegen.

In den folgenden Jahren ist eine einmalige Injektion zur Auffrischung des Impfschutzes ausreichend.

Wissenswert ist auch, dass die Erkrankung als Zoonose gilt, d.h. der Erreger kann durch Stich einer mit dem Erreger infizierten Sandmücke auch auf den Menschen übertragen werden. Eine Übertragung durch Wundsekret (betroffene Hunde haben oft offene Ekzeme) wird diskutiert. Eine Gefahr besteht in erster Linie für immungeschwächte Menschen, Diabetiker, Transplantationspatienten und kleine Kinder bis 5 Jahre.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich an Ihren Tierarzt.

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