Achtung Hundebesitzer! Aktuell erhöhte Gefahr durch Leptospirose

Durch das nach den starken Regenfällen Ende Mai immer noch in den Wäldern in Gräben und Mulden stehende Wasser besteht diese Jahr eine erhöhte Gefahr, dass sich die Leptospirose ausbreitet.

Hunde sind für Leptospirose besonders empfänglich und stecken sich in den meisten Fällen durch Kontakt mit Nagern, insbesondere Mäusen und Ratten, bzw deren Urin an. Diese Kleinnager leben gerne an Gräben, Bächen und Tümpeln und verunreinigen das Wasser durch ihren nicht selten leptospirenhaltigen Urin. Während Leptospiren an sich schnell unter Sonnenlicht absterben, bleiben sie im Wasser mehrere Monate infektiös. Badet oder trinkt ein Hund aus einem solchen Gewässer besteht ein hohes Risiko an Leptospirose schwer bis tödlich zu erkranken und selbst zum Ausscheider von Leptospiren zu werden. Die Bedeutung dieser Erkrankung liegt insbesondere auch darin, dass sie sowohl Menschen als auch Tiere betrifft und als sogenannte Zoonose von Tier auf Mensch übertragen werden kann. Die Leptospirose dürfte manchem älteren Mitbürger noch als Weilsche Krankheit ein Begriff sein.

Übrigens kommen als Infektionsquellen für den Hund wie auch für den Menschen nicht nur wildlebende Ratten sondern auch die als Haustier gehaltenen Ratten in Frage, die die Leptospiren auscheiden können, ohne selbst Krankheitssymptome zu zeigen.

Auch Rinder, Schweine, Pferde, Feldhasen und Fuchs kommen als Infektionsquellen in Frage. Selten können Katzen an Leptospirose erkranken.

Hunde zeigen meist Leberprobleme mit Gelbsucht aber auch Nierenerkrankungen mit Nierenversagen sowie Lungenentzündungen mit Blutungen, die meist tödlich enden.

Die Symptome der Menschen sind vielfältig und gehen meist mit hohem Fieber, Erbrechen und Durchfall einher. Auch Herzmuskelentzündung, Lungenentzündung, Innere Blutungen, Gelbsucht und Nierenversagen treten auf. Bei schweren Krankheitsverläufen sterben bis zu 40% der Patienten.

Durch die Übertragbarkeit der Leptospirose von Tieren auf Menschen und der damit verbundenen Gefährlichkeit für Besitzer von insbesondere Hunden und Nagern kommt ihr eine besondere Bedeutung in der Tiermedizin zu. Um die Infektion seines Kleinnagers zu verhindern, sollten die Besitzer ihren Mäusen und Ratten keinen Freilauf z.B im Garten ermöglichen und auch nicht an sogenannten „Rattenpartys“, bei denen sich mehrere Besitzer mit ihren Ratten treffen und die Tiere dabei Kontakt zueinander bekommen, teilnehmen.

Um sich und seinen Hund zu schützen, sollte Hunden nicht erlaubt werden Mäuse und Ratten zu jagen, zu fressen oder die Nester auszugraben. Auch sollte man gerade im Sommer Hunde möglichst nicht in stehenden Gewässern baden und trinken lassen.

Von besonderer Bedeutung für die Vorbeugung ist die Schutzimpfung bei Hunden. Da der Impfschutz gut belastbar nur ca 9 Monate beträgt, sollten Hunde mindestens 1x im Jahr gegen Leptospirose geimpft werden. Bei Hunden mit besonders hohem Infektionsrisiko wie solche, die in Ställen frei laufen, sich oft und gern im und am Wasser aufhalten sowie Jagdhunden besteht die Impfempfehlung, diese Tiere sogar alle 6 Monate impfen zu lassen.

 

 

 

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