Auch Tiere haben Zähne

Gesunde Zähne und Zahnfleisch sind für uns Menschen selbstverständlicher
Bestandteil unseres Wohlbefindens. Dies ist auch bei Hunden und Katzen nicht anders.
Was wir alle schon in der Schule lernen: kranke, entzündete Zähne schaden dem Gesamtorganismus insbesondere Leber, Herz und Niere, trifft für uns Menschen zu wie auch für unsere Haustiere.
Auch weiß jeder wie Zahnschmerzen quälen und welches Leiden sie auslösen. Oft hört man noch die irrige Annahme, Tiere würden Schmerzen nicht wie Menschen empfinden. Heute weiß man: Das Schmerzempfinden von Hunden und Katzen gleicht dem unseren, nur verarbeiten die Tiere den Schmerz anders und zeigen ihn nicht so deutlich wie wir Menschen. Das bedeutet: kariöse Zähne, schwere Parodontitis, abgebrochene Zähne und freiliegende Nerven sind keine kleinen Schönheitsfehler sondern schmerzhafte und auch gefährliche Erkrankungen.
Die Zahnprobleme unserer Haustiere entstehen wie auch bei uns in erster Linie durch mangelnde Mundhygiene. Anatomische Abweichungen von der natürlichen Kopfform von Wolf bzw Falbkatze vermindern bis verhindern die natürliche Selbstreinigung durch Zunge und Lefzen und fördern damit das Entstehen von Zahnstein und das Verbleiben von Futterresten nach dem Fressen in der Maulhöhle. Hinzu kommt noch oft eine genetische Disposition für Parodontitis bzw individuell unterschiedlich starke Neigung zur Zahnsteinbildung. Zahnstein und Futterreste zwischen den Zähnen sind die Grundlage für ein massenhaftes Bakterienwachstum. Wird in diesem Stadium der Zahnstein mittels Ultraschall entfernt, ggf ein Parodontitisbehandlung und die obligatorische Zahnpolitur nach dem reinigen durchgeführt und möglichst danach Mundhygiene betrieben, bleiben Zahn und Zahnfleisch intakt.. Im anderen Fall führen die Bakterien zu einer Zerstörung von Zahnfleisch, Zahnschmelz und Zahnhalteapparat mit irreversiblem Abbau des Kieferknochens im Bereich der Zähne. Dies ist dann verbunden mit den jedem bekannten Schmerzen, den bekannten Auswirkungen auf den Organismus und auf lange Sicht Verlust der Zähne.
Katzen haben zusätzlich ein weiteres sehr häufiges Problem: ab dem 5 Lebensjahr ist etwa jede 2. Katze an meist mehreren Zähnen von der sogenannten FORL (Feline Odontoklastische Resorptive Läsion) betroffen. Dabei kommt es zum Abbau von Zahnschmelz, Dentin und Zement, so dass es schließlich zum abbrechen der Kronen und freiliegenden Nerven mit entsprechenden Schmerzen kommt. Die Zahnzerstörung beginnt in der Regel im Wurzel- oder Zahnhalsbereich, so dass sie im Frühstadium oft nur durch erfahrene Untersucher manchmal sogar erst durch Röntgenaufnahmen gefunden wird. Regelmäßige Kontrollen durch den Tierarzt sind daher wichtig, um Veränderungen schnellst möglichst zu erkennen. Durch rechtzeitige Intervention kann dann der Krankheitsverlauf günstig beeinflusst und der Katze Schmerzen erspart werden.

Wie können Sie als Besitzer erkennen ob Ihre Katze ein Zahnproblem hat: Die Symptome sind leider nur unspezifisch und oft dezent: Katzen mit Schmerzen ziehen sich oft zurück, sind weniger verschmust, neigen zu Aggressionen, weichen Berührungen am Kopf aus, manche reiben oder kratzen vermehrt den Kopf. Auch speicheln, Mundgeruch, aufschreien beim Fressen, wechseln des bevorzugten Futters von hartem zu weichem Futter oder aber umgekehrt können Hinweise sein.

Letztendlich: eine definitive Diagnose verdächtiger Zähne kann erst vom Tierarzt ggf auch erst mittels weitergehenden Untersuchungen wie sondieren und röntgen in Narkose gestellt werden.

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